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Montag, 19. März 2012 - Mehr Gewicht für Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr

Der neue Kompetenzverbund Allgemeinmedizin NRW setzt sich für eine stärkere Gewichtung der Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr (PJ) als zentrale Schnittstelle in der ärztlichen Ausbildung ein. Die allgemeinmedizinischen Abteilungen und Institute der nordrhein-westfälischen Universitäten streben eine Konzertierte Aktion zur Stärkung der Allgemeinmedizin im PJ in Zusammenarbeit mit der Landespolitik, den Fakultäten sowie den Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen an. So sollen die Chancen einer Niederlassung in der ambulanten Versorgung besser dargestellt und das Berufsbild der Allgemein- und Familienmediziner attraktiver werden.

Der Kompetenzverbund Allgemeinmedizin NRW ist am 1. Februar 2012 mit dem Ziel der Stärkung der hausärztlichen Versorgung gegründet worden. Das Wahlfach Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr ist ein wichtiger Schritt, angehende Hausärzte für diesen Versorgungsbereich zu gewinnen. Denn im PJ treffen Studierende oft die Entscheidung über ihre künftige Weiterbildung und z.B. die spätere Niederlassung. Auf Landesebene ist der Dialog des Kompetenzverbunds mit den Ministerien zur besseren Rekrutierung künftiger Hausärzte bereits angelaufen. Auch die Kassenärztlichen Vereinigungen in NRW unterstützen die PJ-Studierenden seit kurzem mit einem Stipendium.

Der Kompetenzverbund verfolgt darüber hinaus den Zweck einer finanziellen Förderung der Lehrpraxen für das PJ, die für die Ausbildung zuständig sind. Denn die Betreuung der PJ-Studierenden erfolgt in diesen speziell qualifizierten akkreditierten akademischen Praxen in ganz NRW, die dafür bisher keine einheitliche Vergütung erhalten. Abzuwarten bleibt die Entscheidung zum Thema PJ auf Bundesebene voraussichtlich Ende März. Hier ist unter anderem als Änderung der Approbationsordnung im Gespräch, das Wahltertial im PJ durch einen allgemeinmedizinischen Pflichtabschnitt von drei Monaten zu ersetzen.

Kompetenzverbund Allgemeinmedizin NRW

Sprecher: Prof. Dr. Stefan Gesenhues, Universität Duisburg-Essen
Vertreter: Prof. Dr. Herbert Rusche, Universität Bochum
Dr. Klaus Weckbecker, Universität Bonn

Professor Dr. Stefan Gesenhues
Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstr. 55
45122 Essen

Tel: 0201/877869 – 0
Fax: 0201/877869-20
E-Mail: stefan.gesenhues@uk-essen.de

Pressemitteilung von:
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstraße 55
45147 Essen

Martina Heßbrügge-Bekas, Ärztin für Allgemeinmedizin
Tel. 02 01 / 877869 – 0
Fax: 02 01 / 877869-20
martina.hessbruegge-bekas@uk-essen.de